Katzentüren – mehr Freiheit für das Haustier

Katzen gelten als Tiere, die den bequemen Platz in der Wohnung zu schätzen wissen. Und doch zieht es sie von Zeit zu Zeit ins Freie. Grund genug, ihnen eine stets nutzbare Katzentür einzurichten. Aber worauf ist beim Kauf und dem Einbau derselben eigentlich zu achten?

 

An der passenden Stelle anbringen

Es mag nicht allzu aufwendig sein, Katzenklappen zu installieren. Oft werden dafür Türen oder schmale Wände gewählt. Die Unterseite der Ausgangs sollte sich dabei indes auf Höhe des Katzenbauches befinden. Das Tier muss relativ leicht ein- und ausgehen können. Die Klappe selbst ist zudem auf die Breite und die Höhe des Stubentigers zugeschnitten. So sind die Bereiche zwischen den Pfoten und dem Kopf einerseits, andererseits aber zwischen den Schultern möglichst genau zu bemessen. Weder zu kleine noch zu umfangreich aus fallende Klappen wird das Tier benutzen. Zudem sollten die Innenseiten glatt und ohne Hindernisse gestaltet sein. Als Materialien kommen Kunststoff und Holz in Betracht – Letztgenanntes darf aber keine chemischen Gerüche durch die Verwendung von Lacken aufweisen.

Zwei oder vier Optionen

Klassische Katzentüren können grundsätzlich zwei verschiedene Formen annehmen. Auf der einen Seite steht der sogenannte Zwei-Wege-Verschluss. Bei Bedarf kann die Katze nur ein- oder ausgehen. Die Klappe ist also zu beiden Seiten hin dauerhaft geöffnet. Demgegenüber lassen sich aber auch Exemplare mit einem Vier-Wege-Verschluss erwerben. Die erste Option sieht dabei vor, dass die Katze nur ins Haus gelangen kann. Bei der zweiten darf sie das Gebäude lediglich verlassen. In der dritten Wahlmöglichkeit ist die Luke zu beiden Seiten hin geöffnet – die Katze kann folglich ganz nach Belieben ein- und austreten. Alternativ dazu kann die Klappe aber auch gänzlich verschlossen sein. Vier-Wege-Verschlüsse sind somit technisch ausgereifter und daher im Preis auch über den Zwei-Wege-Verschlüssen anzusiedeln.

 

Fremden Tieren wird der Zugang verwehrt

Übrigens haben Katzentüren in den vergangenen Jahren den technischen Fortschritt gewiss nicht verpasst. Insbesondere das Thema der Sicherheit ist dabei in den Vordergrund gerückt. Zwar sollen die eigenen Katzen jederzeit ein- und ausgehen können – für andere Tiere muss die Klappe dagegen verschlossen bleiben. Denn wer möchte schon aggressive Kater sowie Füchse oder Marder in den eigenen vier Wänden vorfinden? Einersatz kann die Katzentür daher so gestaltet werden, dass sie sich per Infrarotsignal, das durch das Halsband der Katze ausgelöst wird, öffnet. Andererseits kann die Klappe aber auch mit einem Chip interagieren, der dem Tier unter die Haut gesetzt wurde. Beide Optionen gelten als sicher – Zugang zum Haus haben somit nur jene Tiere, die dort erwünscht sind.

 

Die Katze entscheidet mit

Allerdings zählen Katzen zu den sensiblen Haustieren. Es ist daher sinnvoll, die Katzentüren so anzubringen, dass sich die Samtpfoten damit auch tatsächlich wohlfühlen. Die Klappe sollte folglich an einer Stelle platziert werden, wo sich das Tier in Sicherheit wiegen und wo es sich vor möglichen Feinden verstecken kann. Führt der Ausgang dagegen auf eine offene Fläche, vielleicht sogar ein Feld oder eine Wiese, so kann der kleine Stubentiger das gesamte Aral leider nicht überblicken – da ihm etwaige Gegner unerkannt bleiben, würde er es meiden, diese Katzentür zu benutzen. Besser wird die Klappe daher dort angebracht, wo die Katze ein wenig Sicherheit erwarten darf: Unterstände und Vordächer eignen sich dafür ebenso gut wie befestigte Terrassen und Wege.

 

 

Trotz bester Planung kann es allerdings vorkommen, dass die Katze die eigens für sie angebrachte Klappe in den ersten Tagen oder sogar Wochen meiden wird. Die Gründe dafür lassen sich leider nicht immer erkennen. Üblicherweise sind gerade diese Tiere aber derart neugierig, dass sie schon bald – unbeobachtet natürlich – erkunden werden, was Herrchen und Frauchen ihnen da gebastelt haben. Dennoch ist es keine Seltenheit, dass die Katzentür für einige Zeit nicht oder nur zögerlich in Anspruch genommen wird. Nun gilt es, Geduld zu bewahren – oder den Verbeiner immer wieder mit einem kleinen leckeren Happen durch die Luke zu locken. Das alles mag einige Zeit dauern, doch die meisten Katzentüren werden früher oder später vom Stubentiger gerne und stetig genutzt.